Natalies Textcoaching · Oktober 18, 2019
Schreiben und Lesen ist für mich seit jeher ein Weg zu mir selbst. Ein Tanz in mir und mit der Welt, um neue Denk- und Fühlräume zu erkunden. Was berührt mich? Was bringt mich weiter? Wo habe ich bisher zu kurz gedacht oder gefühlt? So hat sich auch mein Textcoaching entwickelt. Wie gehe ich dabei vor? Es gibt keine begriffliche Eins-zu-Eins-Übersetzung für das, was mich ausmacht. Doch das mich langsam Herantasten, der Versuch, zu umschreiben, was es ist, mein Herzensanliegen, ist ein...

Natalies Textcoaching · Oktober 03, 2019
Wie wunderschön ist es, wenn Du durch das, was Du liest, hörst oder anschaust an etwas erinnert wirst, das in Dir selbst liegt. Wenn aus Stagnation Bewegung wird, wenn die Begeisterung für das Leben durch eine Erzählung, eine Melodie oder Landschaft in Fluss kommt. Wenn Du fühlst, dass Du so viel mehr bist als das, was Du über Dich denkst ... Wenn Du es wagst, Dich kopfüber in Deine Wahrnehmung fallen zu lassen, ohne Bewertung, frei und ohne Druck, kannst Du schließlich schreibend auf...

September 16, 2019
„Wer schreibt, der möchte auch vorlesen!“ Ob das alle wollen, wissen wir nicht, zumindest die Schreibenden, die mit Freude an der Lesebühne teilnehmen, tun das sehr gerne ... Natürlich kann man sich als Schreibender dazu entschließen für die Schublade zu schreiben, Tagbücher mit Gedanken und Erlebnissen zu füllen, lose Zettelsammlungen in Schränken und Kommoden zu bündeln und all die Gedankenergüsse, die zu Papier gebracht wurden für sich behalten. Ebenso gut kann man aber auch...

"Wie präsentierst Du Dich als Autorin", frage ich mich. Die Frankfurter Buchmesse steht an und auch ich – als frischgebackene Autorin - möchte gerne einmal Teil des „Bücherspektakels“ sein. Mein Buch ist vorgereist. Mit meinen Flyern in der Hand stürze ich mich in Getümmel und werden von den Menschen und der Fülle an Büchern fast erschlagen. Ich teile die Luft mit den großen, namhaften Autoren und fühle mich als Sandkorn unter Kieseln und dennoch dem Strand zugehörig. Ich führe...

„Wenn sie gut genug wären, dann hätten sie sicher auch einen Verlag gefunden“, so lautet der langläufige Glaubenssatz. Nicht nur der Buchhändler, sondern auch vieler Schreibender. Und so fühle ich mich manchem Buchhändler wie eine Bittstellerin „Nein, bei uns nicht – schließlich bürgen wir für Qualität!“, höre ich hinter zurückhaltenden Worten heraus. Aber nicht alle Buchhandlungen verschließen sich und so darf mein Buch tatsächlich in einigen Regalen Platz nehmen. Ich...

Stehst Du zu Deinem Schreiben? Trotz der Freude, das Buch in Händen zu halten, wallt auch ein Gedanke auf und lässt mich erschrecken. Oh je, denke ich, nun bin ich sichtbar, greifbar, nachlesbar und werde quasi in das Auge der Leser und Leserinnen gerückt! Die Erkenntnis macht etwas mit mir. Sie lässt ein Gefühl aufsteigen, als würde ich nackt durch die Straßen laufen und jeder könne ab sofort Einblick in meine Seele nehmen. Ein ängstlicher Schauer überzieht mich und paart sich mit...

... das eigene Buch in Händen halten. Doch zunächst: Von meinen 360 Seiten geschriebenen sind letztlich nur 248 von der Verlagslektorin gekürzte Seiten übriggeblieben. Ups, denke ich wieder einmal. Mir scheint, ich kann doch nichts, denn das, was alles verändert, geschliffen und in Form gebracht wurde, empfinde ich als drastisch und nur noch bedingt als mein Werk. Verzweifelt suche ich meinen eigenen Ausdruck und mich selbst zwischen den Zeilen – und finde mich wieder. Passend gemacht...

Mai 16, 2019
„Nicht bekannt genug“, wirtschaftlich bin ich als unbekannte Autorin für den Verlag nicht tragbar. Deshalb wird mir wenige Tage später der Vorschlag unterbreitet, dass ein ganz ungewöhnlicher Weg gewählt wird, nämlich, dass das Buch über das verlagseigene Selfpublishing Portal „verlegt“ wird. Ich wäre gerne eine Verlagsautorin geworden. Zähneknirschend lasse mich auf den Vorschlag ein - aber damals weiß ich noch nicht um die Vorteile des "Selfpublishings". Was ist...

Zufall oder Fügung? Zu meiner Erstleserschaft zählte auch ein Zahnarzt, ebenfalls ein guter Freund. Auch ihn bat ich die ersten 100 Seiten zu lesen und auf sich wirken zu lassen. Er stimmte zu und ich überließ ihm das Manuskript - ich kann mich noch genau daran erinnern - an einem Freitag, bevor ich zu einer Wochenendfortbildung aufbrach. Kaum war ich zurückgehrt, klingelte das Telefon. Eine Stimme, flirrend vor Aufregung, erkundigte sich, ob es in Ordnung gewesen sei, das Manuskript der...

Das Manuskript wandert unverzüglich in die Tiefen meines Schrankes ... Zwar ist es dort aus meinem Blickfeld verschwunden, doch mein Unterbewusstsein weiß stets um seine Existenz. Es arbeitet in mir. Unruhig. Quälend. Marternd. Es bedarf nur eines Griffs und schon ich könnte ich den Beweis meines Nicht-Könnens wieder hervorholen. Nach sechs Wochen des inneren Ringes traue ich mich, das mit Randbemerkungen versehene Manuskript anzuschauen und den Vermerk unter dem Text zu lesen. Mit...

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