Warum schreibe ich über mich?

 

Will ich Anerkennung oder Bestätigung für das, was ich tue?

 

Falls dem so wäre, wie fuchtbar würde sich das für Dich, mein Gegenüber, anfühlen? So, als würde ich von Dir verlangen, die Arbeit zu tun, die ich nur selbst erledigen kann: Mich selbst und mein Tun anzunehmen. Nein, dann würde ich nicht wollen, dass Du meinen Beitrag liest.

 

Ich habe für mich ein Stück weit herausgefunden, wer ich bin und was ich im Leben tun möchte. Der Weg zu mir selbst ist sicher noch nicht abgeschlossen, aber genau dies ermöglicht mir, offen und neugierig zu bleiben und zu spüren, was sich im jeweiligen Moment für mich ergeben will und was mir guttut. Und diese Klarheit und intutive Zuversicht wünsche ich auch Dir.  

 

Kraftvolle Präsenz aus dem Inneren

 

Wenn es mir nicht um Bestätigung oder Anerkennung meines Tuns durch andere geht, warum schreibe ich dann über mich? Ich könnte ja auch einfach nichts schreiben und darauf vertrauen, dass die Menschen ganz von selbst auf mein Schreib- und Präsenzcoachings aufmerksam werden. Zum Beispiel, indem ich mich offline einfach genau dort aufhalte, wo die Themen bewegt werden, die mich eben interessieren. Und dort im Gespräch oder in der Stille einfach bei mir bin und zu mir stehe. Vielleicht ist das sogar der schönere Weg.

 

Raum, um miteinander zu fühlen, was uns weiterbringt

 

Doch ganz bewusst möchte ich hier dem allgemeinen, oftmals leeren Marketing-"Geschrei" auch einen Raum für eine aus dem Inneren kommende, kraftvolle, stille Präsenz "entgegensetzen", das Feld dahingehend erweitern. Ich möchte nicht an anderen Menschen "ziehen", sondern als Mensch einfach ganz "da" sein. Überall dort, wo Menschen sich heute tummeln ... Denn ich frage mich, ob und wie weit der andere "fühlen" kann, dass ich ihn zu nichts "über"reden" will, aber etwas zu sagen habe. Dass ich mir wünsche, dass wir voneinander erfahren und uns auch hier verbinden könnten - über das Schreiben oder Schweigen. Und falls eine solche Resonanz entsteht, würde ich gerne gemeinsam herausfinden dürfen, warum. 

 

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Text: Natalie Nicola

Foto: Pixabay

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