Teil 8 Das Buch im Auge des Betrachters

 

 

Trotz der Freude, das Buch in Händen zu halten, wallt auch ein Gedanke auf und lässt mich erschrecken. Oh je, denke ich, nun bin ich sichtbar, greifbar, nachlesbar und werde quasi in das Auge der Leser und Leserinnen gerückt! Die Erkenntnis macht etwas mit mir. Sie lässt ein Gefühl aufsteigen, als würde ich nackt durch die Straßen laufen und jeder könne ab sofort Einblick in meine Seele nehmen. Ein ängstlicher Schauer überzieht mich und paart sich mit dem Stolz, der auch da ist. Sie ringen in mir, mal schwimmt der eine oben, mal der andere, doch letztlich gewinnt die Freude. Sie verbindet sich mit dem Mut weiterzumachen, weiterzuschreiben und trägt mich voran.

 

 

 

Doch bevor ich daran denke weiterzuschreiben, muss das Buch „Pass auf, was du fühlst!“ erst einmal auf den Weg gebracht werden. Leider bin ich ab dem Tage des Erscheinens auf mich gestellt, denn die führende Hand des Verlages endet aufgrund meiner vertraglichen Konditionen mit dem Erstellen und Versenden einer Pressemitteilung zum Buch. Das Marketing liegt nun allein in meinen Händen, fordert und überfordert mich an vielen Stellen. Aber ich bin mutig und unverdrossen genug, das Marketing selbst in die Hand zu nehmen. Selbst, obwohl ich weder in sozialen Netzwerken aktiv war noch über tragfeste regionale und überregionale Netzwerke oder finanzielle Mittel verfügte, um in kostspielige Werbeanzeigen zu investieren. Und ich stelle fest, dass ich mit meinem Buch etwas sehr Dienliches in Händen halte, denn nun kann ich meinen Patientinnen und Patienten etwas zum Nachlesen anbieten. Eine Möglichkeit, die gerne angenommen wird. Ich erfahre viel Anerkennung, Lob und Zuspruch für die hilfreichen Impulse. Niemand verlässt die Praxis ohne mindestens ein Buch im Gepäck zu haben. Ich freue mich.

 

 

 

Der Grad an Bekanntheit steigt

 

 

 

Ich mache mich auf den Weg und tingele zunächst durch die regionalen Buchhandlungen. Damals habe ich leider die Erfahrung gemacht, dass Selfpublisher noch keinen so guten Ruf haben, da kein etablierter Verlag für die Qualität bürgt. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass der Autor, die Autorin dafür selbst einsteht. „Wenn sie gut genug wären, dann hätten sie sicher einen Verlag gefunden“, so lautet der langläufige Glaubenssatz. Nicht nur der Buchhändler, sondern auch vieler Schreibender.

 

 

 

Stehst Du zu Deinem Schreiben?

 

Zum Anfang der Buchentstehungsgeschichte

 

 

 

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