Aus Rot wird Grün

Das Manuskript wandert unverzüglich in die Tiefen meines Schrankes ...

 

Zwar ist es dort aus meinem Blickfeld verschwunden, doch mein Unterbewusstsein weiß stets um seine Existenz. Es arbeitet in mir. Unruhig. Quälend. Marternd. Es bedarf nur eines Griffs und schon ich könnte ich den Beweis meines Nicht-Könnens wieder hervorholen. Nach sechs Wochen des inneren Ringes traue ich mich, das mit Randbemerkungen versehene Manuskript anzuschauen und den Vermerk unter dem Text zu lesen. Mit Erstaunen stelle ich fest, dass das Rot doch wohl eher ein Grün war. Der Kommentar des Professors glich mehr einer Fahrerlaubnis mit hilfreichen Wegweisern als einer niederschmetternden Analyse meines Schaffens.

 

Richtungsweisende Hilfestellung

 

Das Rot, das mir zunächst den Boden unter den Füßen weggezogen hatte, entpuppt sich als eine Vielzahl nützlicher Tipps und auch der Vermerk unter dem Text erscheint mir nun durchaus wohlwollend. Ups, denke ich, ich kann doch was und beginne unter Berücksichtigung der vielen richtungsweisenden Hilfestellungen wieder von vorne. Der Kern, das Konzept bleibt, doch die Inhalte sortieren sich neu. Ich weite sie aus und konkretisiere sie. Ich folge der Empfehlung mich durch Erstleser im Schreibprozess begleiten zu lassen und finde sehr schnell begeisterte Menschen, die mit Freude mein Buchprojekt unterstützen möchten. Immer wieder stelle ich ihnen im gemütlichen Austausch Fragen nach Verständnis und Gefallen. Mein Wunsch ist, von Jedermann verstanden zu werden. Ich lasse mich auf die Ratschläge ein, binde sie ein. Mein Plan geht auf. Ich bin zufrieden. Ich ernte Zustimmung und auch Begeisterung, nicht nur über die Form, sondern auch vor allem auch über den Inhalt. Das Buch nimmt Gestalt an und wird zu einem durchdachten „Schatz“.

 

Was machst du mit deinen selbsterschaffenen Schätzen? Zeigst du sie her? Traust du dich?

 

Weiterlesen: Alexas Buchentstehungsgeschichte

 

(Foto: Pixabay)

 

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